Photobucket - Video and Image Hosting

Aber ihr seht und fragt: Warum? Ich aber träume und frage: Warum nicht?




  Startseite
  Archiv
  Charerschaffung
  Charerschaffung 2
  Fragebogen Charerschaffung
  Beispiel für Chatrollenspiel
  Erklärungen / Hinweise
  Powerplay
  Rollenspiel
  Aussehen der Schenke
  Schankkobolde
  vor der Schenke
  Hausregeln
  Die Hüter der Schenke
  Gästebuch
  Kontakt
 


 
Links
   Spielplatz
   Forum
   Icerose
   Meister Salivan
   Rabengold

http://myblog.de/schenkezumdrachenfeuer

Gratis bloggen bei
myblog.de





 

Die Charakterfragen sind nicht die einzige Möglichkeit, sich einem neuen Charakter zu nähern. Und selbst wenn man sämtliche Fragen beantwortet hat, ist der Charakter noch nicht fertig. Die einzelnen Teile der Vorstellung, die man über ihn hat, müssen zusammengesetzt werden, um ein einheitliches Gesamtbild zu ergeben. Dies geschieht endgültig erst im eigentlichen Rollenspiel, aber selbst dort ist es ein hartes Stück Arbeit, wirklich vertraute Charaktere zu erschaffen.

Eine einfache Möglichkeit, der intensiveren Auseinandersetzung mit dem Charakter stellt der Lebenslauf dar. Bei den Charakterfragen wird nach einem kurzen tabellarischen Lebenslauf gefragt. Niemand verbietet jedoch, diesen kurzen Lebenslauf etwas ausführlicher zu gestalten, eher stellt er nur ein Minimum dar, das beliebig erweitert werden kann.

Unabhängig gibt es neben den Charakterfragen die Möglichkeit, über die zu erschaffende Figur eine (oder mehrere) Geschichten zu schreiben. Dies kann aus der Sicht eines parteiischen oder neutralen Beobachters geschehen. Ein Journalist kann sich an die Fersen des Charakters heften und von seinen Abenteuern berichten. Ein Feind des Charakters berichtet einem Vorgesetzten von bemerkenswerten Aktivitäten. Heldengeschichten werden am Lagerfeuer erzählt. Die Möglichkeiten sind beinahe unbegrenzt. Auch aus der Sicht des Charakters selbst können Geschichten erzählt werden. Dies halte ich im Allgemeinen für besser, da dies erleichtert, Gefühlen des Charakters Ausdruck zu verleihen. Schließlich weiß der Charakter selbst vermutlich am besten, was er denkt und fühlt. Aber im Einzelfall kann auch immer das Gegenteil gerade das richtige sein. Der Charakter könnte seine Geschichte zum Beispiel als Rückblende einem Enkel erzählen.

Die Idee des Geschichtenschreibens ist einer weiteren Möglichkeit sehr ähnlich: ein Tagebuch des Charakters. Dies ist etwas, was ich jedem Spieler ans Herz legen möchte. Hierdurch erreichen Charaktere eine Intensität und Vertrautheit, die etwas ganz besonderes darstellen können. Fast immer gehen gutes Rollenspiel und Vertrautheit mit dem Charakter Hand in Hand. Es ist schwierig, einen Charakter darzustellen, der einem fremd ist, umgekehrt fällt es recht leicht, mit einem vertrauten Charakter auch schwierige und anspruchsvolle rollenspielerische Situationen überzeugend zu meistern.

Ein Tagebuch für einen Charakter zu führen, lohnt sich auch und gerade über den Prozeß der Charaktererschaffung hinaus. Zum einen fällt es damit deutlich leichter, sich an vergangene Ereignisse zu erinnern. Wer kennt nicht die Situation, das Gefühl zu haben, irgend etwas wichtiges aus der Vergangenheit übersehen zu haben oder sich an Ereignisse aus früheren Abenteuern nicht mehr erinnern zu können. Mit einem Tagebuch wäre es leichter, dem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen.

Aber neben dem praktischen Nutzen hilft ein Tagebuch dem Spieler auch, sich über die Entwicklung und die Gedanken seines Charakters Klarheit zu verschaffen. Meistens hat man als Spieler zwar eine vage Vorstellung von dem, was den Charakter bewegt, aber sobald man "gezwungen" ist, sich mehr Gedanken darüber zu machen, kann man diese Vorstellungen konkretisieren. Aus einer generellen Abneigung gegenüber der Verwandtschaft wird dann eine Feindschaft zum Halbbruder des Vaters und eine Auflehnung gegen die Geschwister, und nur eine Cousine bildet eine Ausnahme, da...

Die genannten Möglichkeiten lassen sich natürlich nach Belieben kombinieren.

Beispielsweise beschreibt man das Aussehen und die geschichtlichen Daten eines Charakters stichpunktartig. Das Verhältnis in der Jugend zu seinen Eltern als kurzen Tagebucheintrag, ehe der Charakter im Streit von zu Hause auszog und das heutige Verhältnis als Gespräch, innerhalb dessen es zur Aussöhnung kam.




Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung